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Von Gunlom Falls nach Adelaide River

Bild oben:
Unter den Falls liegt der Campground.

44. Tag / Dienstag, 8.Mai

Die Nacht war so ruhig und angenehm, dass ich gegen 5 Uhr 30 schon wach bin. Habe aber keine Lust, im Dunkeln rumzuwackeln, deshalb bleibe ich noch liegen und schaue zu, wie es hell wird. Das geht relativ flott. Der Starschuss für die Vögel kommt einer Sirene gleich. Wie der Vogel heißt, weiß ich nicht. Aber er hat einen eindringlichen Weckruf, der allen anderen wohl als Signal gilt. Und schon geht’s los: tschilp-tschilp-tschilp und dergleichen. Herrlich. Zum Frühstück ist heute aus bekanntem Grund Schmalhans Küchenmeister. Aber vier Tassen Kaffe tun’s auch. Außerdem habe ich ja noch die baked beans im Gepäck. Exzellenter Nährschlamm ohne aufwändige Zubereitung. Dose öffnen, fertig.

Grüezi

Maja, Hans-Peter (Mitte) und Florian. Ob ich gleich noch mal zum unteren Pool für einen short plunge gehe? Mal sehen. Heute geht’s aber definitiv in den Litchfield Nationalpark. Ich muss wohl wieder in einen Caravanpark – der Wäsche wegen. Florian und Maja fahren los, wir machen noch ‚s kurze Gschpröchli,“äs Fötili“ mit Hans-Peter, dem jodelnden Murmeltier und eine halbe Stunde später fahre auch schon los. Zurück nach Pine Creek und dann nach Norden auf dem Stuart Highway.

Je nördlicher, desto wärmer

Mal wieder ein ehrliches WS-Photo! Immer dann, wenn es die berühmte Straße zu fahren gilt, wird es langweilig. Man sieht kaum etwas von der Gegend, weil links und rechts jetzt immer mehr Bäume stehen. Ein „Alleegefühl“ will aber nicht aufkommen. Piste mit Bäumen, fertig. „Abwechslung“ bieten lediglich die burning areas. „Cool burning“ nennen die Ranger ihr „Fire Management“. Langsames und kontrolliertes Abbrennen des hohen und trockenen Grases. Das Feuer flach halten. Wenn es einmal nach oben in die Bäume gelangt, dann explodiert die Krone regelrecht, wegen des hohen Ölgehaltes der Eukalypten. Aber auch ohne Feuer empfinde ich den Norden jetzt wesentlich wärmer – mehr tropisch.

Nach gut einer Stunde biege ich vor Pine Creek auf eine unseald road ab, die auf der Karte als Straße eingezeichnet ist. Nur, nach 13 Kilometern heißt es „Authorized access only“. Aha. Wenn ich nicht für den Zugang autorisiert bin, dann halt wieder zurück und weiter auf der Straße. Die Verschlafenheit von Pine Creek hat sich in den paar Tagen nicht verändert. Deshalb weiter Richtung Hayes Creek. Ich sollte Wäsche waschen. Die letzte Garnitur ist am Körper. Aber der Caravanpark in Hayes Creek – das ist eigentlich nur die Kneipe – ist als solcher nicht zu erkennen und liegt direkt an der Straße mit garantierter Sonneneinstrahlung. Nö, lass mal, dann lieber weiter nach Adelaide River. Dort knöpft mir der Tankstellenbesitzer für ein Sixpack Victoria Bitter 14,50 ab. Tja, die Transportwege in Australien sind weit. Es war ein Fehler, sich in Katherine nicht mit Getränken zu zivilen Preisen einzudecken. Jetzt heißt es eben, „Opfer“ bringen.

Mal wieder ganz in Grün

Der rasen trägt deutlich englische Züge. Dafür kommt mir der Campingplatz mit gerade mal 8 A$ entgegen. Da bin ich doch angenehm überrascht: zum ersten Mal habe ich einen nahezu englischen Rasen unter den Füßen. Offensichtlich ist hier ein Greenkeeper zuständig. Es sind nur wenige Leute da und es ist schön ruhig. Die Abendsonne lässt Relax-Stimmung aufkommen und zur Abwechslung gibt es einmal keinen Staub. Auch nicht schlecht. Gute Gelegenheit, den fahrbaren Laden mal wieder etwas zu sortieren. Erstaunlich, wie lange man für so etwas brauchen kann. Das Sixpack wird den Morgen wohl nicht erleben.

Bilder vom Tag

Der Weg vom Campground zu den Upper Pools ist Pflicht.Nicht typisch deutsch: Hans-Peter, das jodelnde Murmeltier.Eine Mischung zwischen Pferderennbahn ...
... Park ...... und Rastplatz ...Der Campingplatz in Adelaide River.
Erst kochen ...... dann aufräumen.

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