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Von der deutschen Olympiamannschaft

Franz Josef Wagner hat am 26.07.2012 Post an die deutschen Olympiamannschaft verschickt. Und die deutschen Olympiamannschaft hat geantwortet.

Lieber Franz Josef Wagner,

heute Abend geht es los. Franz Josef Wagner hat wieder eine Fahne. Er wird sie – wie sein Glas – fröhlich schwenken.

Aber glauben Sie uns: Olympische Spiele sind heute nicht anders.

Und wenn sie salbadern, dass Olympische Spiele nicht mehr die Spiele sind, wo es um die Fahne eines Landes geht, um die nationale Ehre, dann fragen wir uns, in welchem Erdloch Sie die letzten 46 Jahre verbracht haben. Beim Springer-Verlag? Ach so!

Die Prestigepolitik des Medaillenspiegels ist nicht vorbei. Es geht ausschließlich darum. Und nur darum. Keine Medaillen, keine Sportförderung. Ganz einfach.

Und wenn einer von uns Gold erringt, dann sind solche Typen wie der DOSB-Mops Thomas Bach glücklich. Und wenn wir verlieren, nimmt er uns in die Arme. Genauer: in den Schwitzkasten.

Wenn Sie jetzt zu den Olympischen Spielen mal wieder das eigenartige Gefühl in sich selbst entdecken, Verlierer mehr zu lieben als Sieger, weil Ihnen Verlierer näher, seien, dann erklären Sie uns mal, warum Ihnen nach dem Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM die übliche Gülle aus der Feder geflossen ist.

Und noch eins: auch die Zuordnung Ihrer folgenden zwei Zeilen müssen Sie uns noch erklären:

Die Fechterin, der Diskuswerfer, die Schwimmerin. Ihr habt jahrelang trainiert.
Schwimmt, lauft, springt!

Öhhm,
Ihre deutsche Olympiamannschaft

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