Franz Josef Wagner hat am 02.10.2012 Post an Markus Lanz verschickt. Und Markus Lanz hat geantwortet.
Lieber Lanz Josef Wagner,
Es stimmt. Ich bin in einem dunklen Tunnel. Da sehe ich nicht einmal den Horizont, der mir fehlt.
Und wenn sich eine Gestalt nähert, die sagt: „Es ist 20.14 Uhr, du hast noch eine Minute, noch 20 Sekunden, noch 1 Sekunde“, können Sie es nicht sein, denn ich kann Sie ebenfalls nicht sehen, weil Sie auch keine Leuchte sind.
Haben zum Tode Verurteilte tatsächlich den Sanduhr-Traum, von dem noch nie jemand außer Ihnen gehört hat? Haben Sie selbst ihn? Jeder Sand-Korn (im Schreibtisch, rechte Tür, ganz hinten), der fehlt, einer nach dem anderen, ist die Zeit, die Ihnen nicht mehr bleibt.
Um 20.15 Uhr müssen Sie raus (aus den Federn). Frühstück.
Sie schreiben: „Der „Spiegel“-Medienreporter Niggemeier gibt Markus Lanz keine Chance.“
Warum fallen Sie in einem Brief an mich in die dritte Person, wenn Sie über mich reden?
Ich bin’s, der liebe Markus Lanz, dem Sie gerade einen (na ja) Brief geschrieben haben.
Ihren Rat an diesen gewissen Markus Lanz, dass es ihm egal sein müsse, was der „Spiegel“ über ihn sagt, kann ich nicht nachvollziehen. Denn er hat ihn ja extra befragt: „Spiegel, Spiegel an der Wand…“
Wenn Markus Lanz die Mutprobe besteht, dann kann ich das auch.
Er sieht einfach aus wie ein Showmaster. Genau wie ich.
Good looking, good luck (auch wenn der schon nach der ersten Sendung ab ist).
Herzlichst
Ihr Markus Lanz und ich
