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Veröffentlicht am 19. Mai 2012 | von Martin Kissel

Kleine Lektion über Gesetz und Moral

Hailight

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hat am Sonntag, 13. Mai, den us-amerikanisch-kanadischen Umweltschützer Paul Watson bei seiner Einreise auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen. Gegen den “Sea Shepherd” (Hüter des Meeres) läge ein internationaler Haftbefehl von Costa Rica vor.

Hintergrund ist eine Aktion von Sea Shepherd im Jahre 2002 gegen Fischer vor der Küste Guatemalas.
Interpol hat eine Fahndung abgelehnt und den Vertragsstaaten empfohlen, Watson nicht festzunehmen. Interpol vermutet politische Motive.
Watson saß 8 Tage in Auslieferungshaft, weil er die auf 250 000 Euro festgesetzte Kaution nicht sofort überweisen konnte.

Watson kämpft mit Sea Shepherd unter anderem massiv gegen das shark finning, bei dem Haien – auch wenn sie noch leben – die Flossen abgetrennt werden und die verstümmelten Körper wieder ins Meer zurückgeworfen werden.

Heute Abend (Samstag, 20 Uhr 15) zeigt Pro 7 die Dokumentation “Unsere Ozeane”. Die beiden Naturfilmer Jacques Cluzaud und Jacques Perrin bedauern, dass die bewusst quälende Sequenz des shark finning dem Zuschauer bei Pro 7 aber vorenthalten wird. Der Film wurde entsprechend gekürzt. Zum Schutze der Kinder, wie es heißt.

Da will man bei Pro 7 in letzter Konsequenz doch lieber Familienprogramm bleiben.

(Foto: Sea Shepherd)

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