Australien

Veröffentlicht am 6. April 2012 | von Martin Kissel

Von Cape Jervis nach Adelaide

Bild oben:
Runter zum Strand.

12. Tag / Karfreitag, 6. April

Gegen sieben ziehe ich gegenüber in der Tanke einen Drei-Dollar-Kaffe. Toilette unten an der Anlegestelle. Nach einem Knacker mit Restbrötchen (ich rede jetzt vom Essen!) mache ich mich auf den Weg. Unten an der Anlegestelle stehen schon die ersten Kunden und warten auf die Fähre nach Kangaroo Island, der drittgrößten Insel Australiens. Eigentlich wollte ich auch rüber – die Insel liegt vielleicht höchstens 15 Kilometer vor der Küste. Aber es ist mal wieder wolkenverhangen – und kühl. Keine Lust zu warten. Deshalb beschließe ich, heute direkt die rund 100 Kilometer nach Adelaide zu fahren und dort zwei Tage zu pausieren. Waschen, relaxen, einkaufen, fit machen fürs Outback.

Adelaide

Adelaide empfängt mich sonnig und warm. Nach gut einer Stunde sind mal wieder alle Wolken weg, dafür Sonne, Meer und weite Sicht. Die Wärme tut mir gut.

Adelaide kommt zur rechten Zeit! Über 1 Million Einwohner, aber die Stadt ist sehr übersichtlich, geht eher in die Fläche als in die Höhe. Aber Platz ist ja genügend da. Mit ein paar Extrarunden finde ich den Campingplatz, buche mich ein und mache erst mal gar nix. Es ist schön warm geworden, 25 – 30 Grad. Da macht Nichtstun besonders viel Spaß. Strahlend blauer Himmel, entspannter Müßiggang und abends um fünf noch für zwei Stunden in die Stadt. Ein wunderschöner Fußweg am Fluss entlang. Hat ein bisschen (aber wirklich nur ein bisschen) was von der Dreisam in Freiburg (wer es kennt). Wie gesagt, am Fluss entlang, dann durch den Botanischen Garten, durchs Unigelände –baulich übrigens ganz mein Ding. Ich sach ma: englischer Kolonialstil. Eine Stadt, die mir ziemlich gut gefällt. Das Zentrum relativ klein und baulich interessant. Neu neben alt. Mir gefällt es hier wesentlich besser als etwa in Melbourne. Sehr wahrscheinlich wegen des Kleinstadtcharakters.

Ab in die City

Schon wieder eine Leih-Prärie. Da Carfreitag ist bin ich zu Fuß unterwegs. Die Geschäfte sind zwar geschlossen, aber gar nicht schlecht, erst mal einen Eindruck von dem Ganzen zu bekommen. Und vom Campingplatz bis in die City sind es vielleicht gerade mal 2 bis 3 Kilometer.

 

Relaxen

32 A$ pro Tag für den Campingplatz sind nicht gerade günstig. Aber mir gefällt’s. Hier ist es wieder ganz anders als in Murray Bridge und in Beachpoint. Die Menschen sind wieder offener. Und zum ersten Mal spüre ich so etwas wie den definitiven Start ins Australien, wie ich mir es vorgestellt habe. Aber erst gehe ich morgen nochmal einkaufen. Alles was man so braucht zum Überleben im Outback. Corned Beef ist sicher nicht dabei.
Ach ja, und nachmittags habe ich die 4 Bratwürste aus Hahndorf gebrutzelt – mit Zwiebeln. War lecker.

Bilder vom Tag

-Frümorgens. An der Anlegestelle warten die ersten Kunden auf die Fähre nach Kangaroo Island.-Dann mal gleich ums Eck und los Richtung Adelaide.-Trotz Grauschleier ganz gut zu sehen: Kangaroo Island.
-Man hat das Gefühl ...-... man fährt in einen Trichter.-Licht, Schatten, Braun, Grün.
-Sieht idyllisch aus, aber das Farmerleben ist auch hier hart.-Ein Billabong (Wasserloch) ...-... das schauen wir uns ...
-... doch mal genauer an.-Noch eins ...-... aha!
-Oh, ja, dagegen kann niemand etwas haben.-Und dagegen schon gar nicht!-Kurz vor Adelaide.
-So sehen hier die Wohnwagen aus.-Direktes Ziel:  der Adelaide Caravanpark in der Richmond Street.-Aufbauen, ...
-... lüften, ...-... waschen, ...- ... entspannen, ...
-... vorbereiten, ...-... aufs Essen ...-... und zack!
-Vom Campingplatz am Fluss entlang in die City.-Der steht im Park...-... auf festen Füßen.
-Bridge over untroubled water.-Könnte der Eingang zur Universität sein.-Das ist mit Sicherheit auf dem Unigelände.
-Und das auch. Denke ich jedenfalls.-Alt neben neu.-Ich glaube, das ist ein Verwaltungsgebäude. Weiß nicht mehr.
-Riesensauerei...-... mitten in der Fußgängerzone.-The dark side of Adelaide.
-Deutlich zu erkennen, worum es sich hier handelt.-Da Tschörtsch.

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