Sachen gibts

Veröffentlicht am 23. Mai 2012 | von Martin Kissel

Was tun, wenn Fakten fehlen?

Wenn sicher ist, dass etwas sein könnte

Wer sich Aktualität auf die Fahnen geschrieben hat, der muss auch aktuell reagieren. Aber was tun, wenn man noch nichts Genaues weiß? Dann hilft der Konjunktiv. Da geht immer was. Oder man benutzt gerne und reichlich ein Adjektiv oder Adverb wie „offenbar“.

Eigentlich bedeutet dieses Wort: für jeden zu sehen, klar ersichtlich, kein Zweifel möglich.
Der Journalismus hat es für sich zurechtgebogen: den Eindruck erweckend, es gibt sichtbare Anzeichen dafür, (aber die Sache ist noch unbestätigt).
Und die dreisteste Form des „Journalismus“ setzt das unschuldige „offenbar“ vor, um der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen.

In diesem Fall wird aber offenbar, dass etwas, das offenbar sicher sein soll, weder sicher noch offenbar ist.
Das lässt der letzte Satz in dieser „breaking news“ vermuten.
Gehört bei SWR3 am 22. Mai gegen 18 Uhr 45.


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